Präsentation des 4000sten Güterweg Kilometer des Burgenlandes mit LR Heinrich Dorner, Mag. (FH) Susanne Zach, Baudirektor Wolfgang Heckenast, Wegeobmann Michael Lehrner

Der 4.000ste Güterweg-Kilometer am „Blaufränkischweg“

Am Horitschoner „Blaufränkischweg“ wird der 4.000ste Kilometer Güterweg im Burgenland gebaut. „Güterwege sind die Lebensadern des ländlichen Raumes. Der Ausbau des Güterwegenetzes hat die Entwicklung des Landes in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr positiv beeinflusst. Die Baumaßnahmen haben vielen Menschen einen Arbeitsplatz und wirtschaftliche Impulse in der ländlichen Region gebracht“, betonte Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner beim Besuch der Baustelle. Der neue, innovative Spurweg in Horitschon wird unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte errichtet.

Begonnen wurde mit dem Güterwegeausbau im Burgenland im Jahr 1946. Im Zeitraum von 1946 bis 1971 wurden 1.000 Kilometer Wege errichtet. Die Fertigstellung des 3.000sten Kilometer Güterweg war im Jahr 1996. 
Insgesamt wurden seit dem Jahr 1946 bis Ende 2018 rd. 236 Mio. Euro in den Neu- und Ausbau (Bundesprogramm, Landesprogramm, Additionalitätsprogramm, Ziel 1- Programm und ELER Programm) investiert. Der Anteil der Bundesmittel an der gesamten Summe beträgt 63 Mio. Euro, vom Land Burgenland wurde ein Betrag von gut 57 Mio. Euro aufgewendet. Die Hälfte – rund 110 Mio. Euro – haben die jeweiligen Wegbaugemeinschaften aufgebracht. 

Baudirektor Wolfgang Heckenast betonte die Berücksichtigung von ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten beim Güterwegebau wie bei jenem in Horitschon, der in Streifenbausweise errichtet wird: „Bei der Vergabe werden regionale Betriebe berücksichtigt, die in die Projekte eingebunden werden. Die Baudirektion des Landes erledigt bei diesen Projekten rund 20 Prozent der Arbeiten selbst und erwirtschaftet mit dem Güterwegebau rund 12 Millionen Euro im Jahr 2019.“ 

Der Wegebauobmann von Horitschon, Michael Lehrner, unterstrich die Bedeutung des Blaufränkischweges für Gemeinde und Bevölkerung: „Dieser neue Güterweg nahe am Dorf soll die Menschen in der Gemeinde zum Spazierengehen einladen, und er ist für Tourismus und Landwirtschaft wichtig.“ 

Wolfgang Haslehner, Leiter des Referates für ländliche Strukturen, hob die Vorteile von Spurwegen für Fauna und Kleinsttiere hervor: „Spurwege werden errichtet, wo ein Bau möglich und sinnvoll ist. Diese fügen sich besser in die Landschaft ein. Es werden weniger Flächen durch Betondecken versiegelt.“ Die Fahrstreifen des Spurweges in Horitschon sind jeweils 113 Zentimeter breit, der Mittelstreifen ist 75 Zentimeter breit. 

Wegeobmann Michael Lehrner, LR Heinrich Dorner, Baudirektor Wolfgang Heckenast, Referatsleiter Wolfgang Haslehner

Der Neu- und Ausbau bzw. die Instandhaltung von Güterwegen sei ein wichtiger Impuls für die jeweilige Region oder die jeweilige Gemeinde, betonte der Infrastrukturlandesrat. Eine wesentliche Rolle dabei haben die Wegbaugemeinschaften in Kooperation mit dem Land. „Der Bau des ‚Blaufränkischweg‘ in Horitschon ist eine innovative Variante, die viele positive Eigenschaften hinsichtlich Flächenverbrauch, Bodenversiegelung und in Bezug auf die landschafts- und tierökologische Verträglichkeit aufweist“, unterstrich Dorner abschließend. 

Quelle: Landesmedienservice Burgenland, Mag. Christian Frasz 

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